Seite mit Inhalt: 1-10 | 11-20 | 21-30 | 31-40 | 41-49 | » | ›ι Weltbehindertentag in Malchow „Inklusion – Dabei sein von Anfang an!“
Unter diesem Motto fand am 03.12.2011 der Weltbehindertentag in Malchow statt.
Zahlreiche Mitglieder und Gäste des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (ABiMV) trafen sich im dortigen Haus des Gastes um diesen Internationalen Gedenktag würdig zu begehen.
Der Vorsitzende des Landesverbandes, Peter Braun, zugleich Vorsitzender des Stargarder Behindertenverbandes e.V. (SBV e.V.) würdigte die erreichten Verbesserungen der vergangenen 20 Jahre zugunsten der Menschen mit Handicap im Rahmen seiner Festrede. Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass das Ziel der UNO-Behindertenkonvention „Inklusion – Dabei sein von Anfang an! Für ein Leben in Selbstbestimmung und Würde!“ auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht erreicht sei. Dass hier zuweilen sogar Rückschritte nicht auszuschließen seien bewies Braun mit Beispielen aus dem aktuellen Tagesgeschehen, z.B. bei den weiteren Verzögerungen beim Umbau des Neubrandenburger Bahnhofs, dessen Baubeginn jetzt erst frühestens 2014 geplant sei. Hier würden Missstände gefährlich zementiert und Planungsversäumnisse sowie akuter Geldmangel nicht nur auf dem Rücken Behinderter sondern auch zu Lasten des „normalen“ Bürgers ausgetragen – z.B. Mütter mit Kinderwagen, Reisende mit schwerem Gepäck oder Otto Normalverbraucher, der dringend ein Örtchen aufsuchen muss.
Der Landesvorsitzende dankte dem ABiMV – Regionalverband Müritz e.V., namentlich der Vorsitzenden, Frau Hanni Rossek, die die Organisation in Malchow übernommen hatte. Ein weiterer Dank erging an die Musikschule Fröhlich aus Waren, die mit einer Jugend-Akkordeon-Gruppe den Festakt umrahmte sowie an die ebenfalls aus Waren angereisten Cheerleader-Gruppen.
Der Malchower Bürgermeister Joachim Stein übermittelte ein Grußwort. Leider konnten darüber hinaus weitere Grußadressen nicht verlesen werden. Das NDR-Fernsehen berichtete in einer Vorabendsendung über die Malchower Landesveranstaltung.
Sechs verdiente Mitglieder des ABiMV aus Neubrandenburg, Anklam und Waren wurden für ihr jahreslanges und erfolgreiches Wirken unter schwierigsten Bedingungen ausgezeichnet, sie erhielten eine Urkunde und einen Blumenstrauß verbunden mit der Bitte den Zielen weiterhin die ganze Kraft zu widmen.
Heidrun Lips, 10.12.2011
Große Weihnachtsfeier am 14. Dezember Liebe Mitglieder, Angehörige und Freunde,
unsere große Weihnachtsfeier findet in diesem Jahr
am 14. Dezember im "Saal zur Linde" statt.
Einlaß ist 14.00 Uhr Beginn. 15.00 Uhr
Verbringen Sie mit uns zusammen einige schöne Stunden in der Vorweihnachtszeit!
Bringen Sie Freunde, Bekannte und Angehörige mit.
admin. PB, am 09.12.2011
Zirkuswelt in Kita Märchenwald Am 1. Juni trafen sich sechs „Paten-Omis“ des Stargarder Behindertenverbandes e.V. in der Kindestagesstätte „Am Märchenwald“. Sie waren anlässlich des Weltkindertages herzlich eingeladen worden.
In Begleitung von Katrin Köster und Heidrun Lips erlebten Anneliese Bammel, Margarete Bergmann, Christel Kaser, Irene Schalk, Herta Schönhoff und Helga Voigt einen bunten Vormittag in einem ebenso bunten Zirkuszelt.
Da war ein Hamster in einem Laufrad zu bewundern, der vor- und rückwärts laufen konnte. Eine mutige Seiltänzerin zeigte ihre akrobatischen Kunststücke. Eine lustige Schafherde wurde durch das Kita-Gelände getrieben. Zwei Clowns sorgten für allerlei Belustigung, so dass die Zeit im Fluge verging.
Als Dank und in Anerkennung der unterhaltsamen Darbietungen wurden den Kindern ein paar Süßigkeiten, etwas Spielzeug und ein Gutschein, für den der Besuch gesammelt hatte, unter großem Hallo überreicht.
HL, 06.06.11
4. Städtetest in Burg Stargard Zu viele Hindernisse auf dem Weg
Von Heike Sommer, NK am 13.05.2011
Burg Stargard. Wie gut rollt es sich durch Burg Stargard? Autofahrer haben wohl das eine oder andere Hindernis zu umfahren, aber für Rollstuhlfahrer wird es auf manchen Wegen lebensgefährlich.
Anlässlich des europäischen Protesttages für Menschen mit Behinderung startete der Behindertenverband Burg Stargard gestern einen Test. Denn die Stadt hat sich 2003 dazu verpflichtet, sich zur barrierefreien Kommune zu entwickeln. Das kam nun auf den Prüfstand. Peter Braun, Vorsitzender des Stargarder Behindertenverbandes führte den Trupp an, dem sich auch Bürgermeister Tilo Lorenz angeschlossen hatte.
"Wir wollen erproben, wie Gehbehinderte zur Burg kommen. Schließlich setzt Burg Stargard auf Tourismus", sagt Braun. Zu dem Rundgang wurden auch Rollifahrer aus Neubrandenburg gebeten, denn "aus der Nachbarstadt kommen viele Besucher auf die Burg", sagt Braun. Der Test findet nicht zum ersten mal statt. Mittlerweile wird die Stadt schon zum vierten Mal diesem "TÜV" unterzogen.
Gleich im Walkmüllerweg, wo der Rundgang begann, kam er auch schon ins Stocken: Hohe Absätze an Überführungen und Kopfsteinpflaster bringen die Rollstühle ins Schlingern. "Wenn wir die Tour am Bahnhof begonnen hätten, wären wir da schon einmal kräftig ins Schwitzen gekommen. Die Bahnsteige sind so niedrig, dass man schon mit gesunden Beinen fast eine Leiter benötigt", kritisiert Braun. Der Neubrandenburger Horst Kaczmarzyk, der seit acht Jahren wegen eines Schlaganfalls auf den Rollstuhl angewiesen ist, hat sich diese Art der Anreise wohlweislich erspart.
Der Weinbergsweg hält auch manche Überraschung parat. "Diese Platten hätten doch längst ausgewechselt werden können", findet Peter Braun. Bürgermeister Tilo Lorenz erkennt zwar das Problem, aber weist darauf hin, dass das auch eine Frage der Stadtfinanzen ist. Auf dem Knüppeldamm hoch zur Burg wird es schließlich brenzlig. Auf dem schmalen Gehsteig finden die Rollis kaum Platz und müssen dann auf den Damm ausweichen. "Meine Bandscheibe werde ich noch drei Tage spüren", ist sich Peter Braun nach der Ruckelei sicher.
Auch die Wege im Burggarten sind mehr recht als schlecht mit Rollstühlen zu befahren. Vor dem Burgrestaurant "Zur Alten Münze" lädt zwar eine Rampe zum barrierefreien Eintritt, allerdings nur, wenn die Rampe nicht von Fahrrädern blockiert wird, deren Ständer dort aufgestellt wurde. Der Behindertenverband nutzte den Test nicht nur für Kritik, sondern verlieh auch Plaketten, die vorbildlichen barrierefreien Zugang loben. Diesmal wurden das Schreibgeschäft Drews, der Park an der Linde und der Lidlmarkt ausgezeichnet.
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Mitgliederversammlung des SBV e.V. Am 17.03.2011 haben 51 Mitglieder über die weitere Entwicklung des Verbandes beraten.
Der Vorstand gab einen Rechenschaftsbericht über die Vereinsarbeit und einen Geschäftsbericht für das Jahr 2010. Durch die Schließung der Tagesstätte in der Bachstrasse 8 sind dem Verband erhebliche Schäden entstanden. Der Vorstand ist weiterhin um Schadensbegrenzung bemüht.
Die Revisionskommission bescheinigte dem Vorstand eine ordnungsgemäße Buchführung und Mittelverwendung und beantragte die Entlastung des Vorstandes.
Die Entlastung wurde einstimmig durch die Mitglieder erteilt.
Wegen der immer geringeren Unterstützung unseres Vereines durch die Stadt und den Landkreis Mecklenburg Strelitz ( im letzten Jahr nur 403,00 €) hat die Mitgliederversammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages auf monatlich 7,50 € beschlossen und einer moderaten Erhöhung im Behindertenfahr- und begleitdienst zugestimmt.
P. Braun, am 17.03.2011
Herzliche Glückwunsche zum Frauentag! Anlässlich des Internationalen Frauentages, muss ich wirklich feststellen, dass ohne unsere fleißigen Frauen unser Verein gar nicht überlebensfähig ist!
Zum Internationalen Frauentag möchte ich deshalb allen Frauen, die sich in unserem Verein als Mitglieder oder Mitarbeiterinnen eingebracht haben und tagtäglich einbringen, herzlichen Dank sagen!
Für die heute Nachmittag im Hotel "Zur Burg" stattfindenden Feier wünsche ich Ihnen freudige und erholsame Stunden.
P. Braun, 08.03.2011
Der Opfer der T 4-Aktion in Ueckermünde erinnert und betrauert Am 27. Januar 2010, dem „Internationaler Holocaustgedenktag“ und dem „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“, hat ein Bündnis von Verbänden und Organisationen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, darunter Vertreter/innen des Stargarder Behindertenverbandes e.V. am Klinikum Ueckermünde und im Greifen-Gymnasium Uckermünde eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus durchgeführt. Ab 10.30 Uhr fand am Denkmal, welches erst im Jahr 2009 von Herrn Sven Domann auf dem Klinikgelände wieder aufgestellt worden ist, eine eindrucksvolle Gedenkveranstaltung statt an der über 200 Menschen teilnahmen.
Danach ab 12.45 Uhr fand das Gedenken, das Erinnern und Betrauern im Greifen Gymnasium seine Fortsetzung. Neben der Erinnerungsarbeit und dem Gedenken haben die Redner auf aktuelle ethische Diskurse in der Psychiatrie und in der Politik aufmerksam gemacht.
Bereits am 23. November 1939 fanden die ersten Deportationen von psychisch kranken und behinderten Patienten aus der ehemaligen Psychiatrischen Landesheilanstalt Ueckermünde/Pommern in andere Tötungsanstalten des Deutschen Reiches statt.
Später wurde hier selbst ein Krematorium eingerichtet und Patienten zu Tode „behandelt“. Die Verbrechen in der Ueckermünder Heilanstalt sind nie strafrechtlich verfolgt worden. Die meisten Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger blieben nach dem Kriegsende im Beruf tätig, ohne jede Aufarbeitung, Schuldbekenntnisse oder Reue. Der entsetzliche Vernichtungsfeldzug der Ärzteschaft gegen Behinderte und psychisch Kranke wurde kollektiv verdrängt. Möglich waren die Verbrechen nur durch die Kooperationsbereitschaft der Ärzte und Krankenschwestern vor Ort. Ärzte wurden zu Erfüllungsgehilfen an den Massenmorden im Zuge der so genannten T 4 Aktion. Behinderte und chronisch Kranke gehörten damit zu den ersten Opfern der Massenmorde in der NS- Zeit.
Dies ist ein ganz dunkles Kapitel in der Psychiatrischen Landesheilanstalt Ueckermünde. Daran wurde auf dem Forum im Greifen Gymnasium erinnert und die Teilnehmer/innen aufgefordert, wachsam zu bleiben, damit sich so etwas nicht wiederholen kann.
P. Braun, am 26.01.2011
Große Weihnachtsfeier 2010 Sehr geehrte Gäste, werte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Liebe Mitglieder, Angehörige und Freunde,
im Namen des Vorstandes des SBV e.V. begrüße ich Sie recht herzlich zu unserer großen Weihnachtsfeier!
Ich freue mich, dass Sie trotz des Wintereinbruchs so zahlreich erschienen sind und mit uns zusammen etwas Vorfreude in der Weihnachtszeit finden wollen.
Unsere Große Weihnachtsfeier ist auch ein Dankeschön an alle, die unseren Verein durch die Höhen und Tiefen des zu Ende gehenden Jahres mitgetragen haben.
Nur durch das Engagement Vieler, des Vorstandes, der Mitarbeiter- und innen, der Mitglieder und Sponsoren, aber auch der Freunde und Unterstützer unseres Verbandes, ist es uns gelungen, den Verein trotz schlechter gewordener Rahmenbedingungen erfolgreich durch das Jahr 2010 zu führen.
Dafür allen ein herzliches Dankeschön!
In diesem Jahr wurde unser Verband bereits 20 Jahre alt und darauf sind wir alle stolz!
Einige Mitglieder der ersten Stunde wissen sicherlich noch, dass unsere erste Weihnachtsfeier bereits im Jahr 1990 damals noch im Speisesaal von Plakotex stattfand und seit dem kommen wir traditionell zum Jahresausklang in gemütlicher Runde zusammen.
Unser Verein ist wieder auf 232 Mitglieder gewachsen und viele Mitglieder nehmen regelmäßig am Vereins- und Kulturleben teil und geben sich gegenseitig Unterstützung und Kraft in der Sportgruppe, im Behinderten- und Seniorentreff oder bekommen Unterstützung durch unseren Mobilen Sozialen Hilfsdienst, den Ambulanten Pflegedienst, werden beraten oder können in eine barrierefreie Wohnung am Walkmüllerweg ziehen.
Jetzt freue ich mich auf das Weihnachtsprogramm und bevor die ersten Künstler auftreten möchte ich Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahrzehnt wünschen und natürlich Glück und Gesundheit im Jahr 2011!
Peter Braun 15.12.10
• Link: weitere Bilder von der Weihnachtsfeier hier:
Weltbehindertentag 2010 Inklusion – Dabei sein von Anfang an!
Bericht: Heidrun Lips
Unter dem Motto: „Inklusion – dabei sein von Anfang an!“ fand am 3. Dezember in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums in Neubrandenburg die Festveranstaltung des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V. statt.
Annähernd einhundert Mitglieder aus dem ganzen Land waren der Einladung gefolgt. Die Teilnahme so vieler Mitglieder ist bei den herrschenden Witterungs- und Verkehrsverhältnissen und besonders für Menschen mit Behinderung hervorzuheben.
Nach der Begrüßung und der Festrede durch den Vorsitzenden des ABiMV, Peter Braun, der zugleich auch unser Vorsitzender im Stargarder Behindertenverband e.V. ist, überbrachte der Neubrandenburger Stadtpräsident Günther Rühs, MdL/CDU Grußworte der Stadt Neubrandenburg. Rühs unterstrich in seiner Rede, dass jeder Mensch mit oder ohne Handikap ein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft sei. Er erinnerte daran, dass in Deutschland die Jahre von 1933 – 1945 zu den dunkelsten unserer Geschichte zählen, aber auch daran, dass die DDR im Umgang mit Menschen mit Behinderung „ihren hohen moralischen Ansprüchen“ nicht immer gerecht geworden sei.
Braun unterstrich, dass der Behindertenverband das Sonderschulsystem des Landes sehr kritisch betrachte. Es befördere das Aussortieren von Anfang an und so werde das Gegenteil der „Inklusion“ = Einbeziehung erreicht.
Die Burg Stargarder Teilnehmer an dieser Festveranstaltung waren zusätzlich sehr erfreut über die Würdigung der Arbeit von Hans-Jürgen Bartsch im SBV.
Ein besonderer Höhepunkt stellte die Tanzvorführung des Bühnenstücks „Disco Animals“ durch die Jugendgruppe des Behindertenverbandes Neubrandenburg dar. Begeisterte Ovationen begleitete die Jugendlichen von der Bühne.
Einladung zur Festveranstaltung am Weltbehindertentag Unsere landesweite Festveranstaltung zum Weltbehindertentag findet
am 03.12.2010
Unter dem Motto: Inklusion - Dabei sein von Anfang an!
im Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg statt.
Alle Mitglieder, Angehörige und alle Bürgerinnen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen und uns in unserem Kampf um eine inklusive Gesellschaft unterstützt haben und unterstützen wollen sind herzlichst eingeladen, mit uns diesen Tag festlich zu begehen.
Ich würde mich freuen Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu können und verbleibe bis dahin für Selbstbestimmung und Würde