Aktuelles aus der Verbandsarbeit


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Eine Millionen für ein Europa
Es ist kaum zu glauben, aber unsere Mitwirkung und unsere Interessenvertretung ist europaweit und geht bis nach Brüssel.
Am 4. Oktober haben Mitglieder des Europäischen Behindertenforums 1,2 Millionen Unterschriften für eine Antidiskriminierungsgesetzgebung an den Präsident der EU, Herrn Barroso, übergeben.
Mit 120 Unterschriften, die von Mitgliedern und Mitarbeitern in Burg Stargard gesammelt wurden haben sich auch Bürgerinnen und Bürger aus und um Burg Stargard, an der europaweiten Aktion in den letzten Wochen beteiligt. Dafür möchte ich mich bei allen Unterzeichnern bedanken. Quasi in letzter Minute wurde das Ziel, 1 Millionen Unterschriften vorzulegen erreicht. Wenngleich wir uns schon viele Jahre für eine lebenswerte Stadt Burg Stargard ohne Barrieren einsetzen, bleibt noch viel zu tun, um unser Ziel umzusetzen. Wir freuen uns, dass wir in Europa über eine Millionen und in Burg Stargard 120 verbündete haben, die sich für ein besseres Morgen in einem lebenswerten Europa und für ein lebenswertes Burg Stargard einsetzen.
Wir, Menschen mit Behinderungen in Europa, fordern die Europäische Union, sowie die nationalen und lokalen Behörden auf, in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren in der Zivilgesellschaft, Diskriminierungen zu einer Fußnote der europäischen Geschichte werden zu lassen!
Ein Hauptthema, das Aktive des Europäischen Behindertenforums beim diesjährigen Freedom Drive hervorgehoben haben, ist der Mangel an umfassender persönlicher Assistenz innerhalb Europas.
Wir glauben, dass das Geld, das für die Institutionalisierung behinderter Menschen in jedem Staat ausgegeben wird, sinnvoller in Form von Persönlichen Budgets direkt an die Menschen ausgezahlt werden sollte, anstatt an kostspielige Institutionen. Die Finanzierung von persönlichen Assistenten würde behinderten Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, die Möglichkeit geben, selbstbestimmt und in Würde innerhalb des gewohnten Lebensbereichs zu leben und mehr Leistung für gleiches Geld zu erhalten. Es ist besser aktive Bürger zu schaffen, die an der Gesellschaft teilhaben können, als weiterhin mit viel Geld Institutionen zu bauen, um Menschen darin zu verstecken. Um das Bewusstsein für das Thema Behinderung innerhalb der Europäischen Union zu fördern, wollen wir über die Erfahrungen behinderter Menschen in Europa berichten.
Wir sind mehr als 60 Millionen behinderte Menschen in Europa. Rund drei Millionen von uns leben in Institutionen. Das allein ist tragisch genug, doch die Zahl steigt weiter an! Auch in Burg Stargard wird mit einer Förderung der Stadt von über         450 000,- € ein neues Behindertenheim im "Haus Barmherzigkeit" für 24 Behinderte errichtet und damit eine Jahrhunderte alte Tradition der Separierung und Ausgrenzung von Menschen fortgesetzt.
Die Bundesrepublik will dies ändern, sie hat auf jahrelangen Druck der Behindertenbewegung endlich Regelungen zur Einführung eines Persönlichen Budget im Sozialgesetzbuch ( SGB IX ) eröffnet. Menschen mit Behinderungen aber auch ältere Menschen sollen nun schrittweise die Möglichkeit erhalten, zukünftig mit Hilfe einer Geldleistung die behinderungsbedingt notwendigen Hilfen selbst bei Leistungsanbietern einkaufen zu können oder auch das Arbeitgebermodell zu wählen und somit nicht mehr gezwungen sein, Pflegesachleistungen zu akzeptieren. In Berlin – Zehlendorf, einer Modellregion, wurden bereits 75 Persönliche Budgets genehmigt, darunter befindet sich auch eine 100- jährige Frau, die ihre Hilfe in der eigenen Wohnung organisiert und nicht ins Pflegeheim muss.

Mit der ab 01.07.2004 geltenden Neufassung des § 17 im SGB IX wird das Ziel verfolgt, persönliche Budgets im Teilhabe- und Rehabilitationsrecht als Leistungsträger übergreifende Komplexleistungen einzuführen. Ab 01.01.2008 besteht hierauf ein Rechtsanspruch. Eine Arbeitsgruppe beim Sozialministerium hat unter der Leitung von Herrn Ralf Lüdemann eine Handlungs-Empfehlung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget ( TPB ) in Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet und im September vorgelegt. Diese Initiative ist nach unserer Auffassung bitter notwendig, da viele Leistungsträger und Leistungserbringer in Mecklenburg-Vorpommern diese neue Leistungsform beharrlich ignorieren. Unser Landesverband sieht die Situation im Land deshalb sehr kritisch und bemängelt die schleppende Umsetzung des Sozialgesetzbuches IX durch die Landes- und Kommunalbehörden. Es gibt noch viel Rechtsunsicherheit bei allen Beteiligten und eine reibungslose Einführung des SGB IX in MV, als sogenannte Regelleistung, ab 01.01.2008 ist ein Wunschdenken.
Es gibt tatsächlich immer noch Mitarbeiter/innen in Behörden, auch bei den örtlichen Sozialhilfeträgern in unserem Landkreis, Krankenkassen, Arbeitsagenturen, Rehabilitationsträger u.a. die mit dem TPB nichts anfangen können und noch nichts vom neuen Rechtsanspruch gehört haben. Viele Betroffene haben deshalb Angst, überhaupt einen Antrag auf TPB zu stellen anderen fehlt es an Informationen.
Falls Sie Fragen zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget (TPB) haben, wenden Sie sich an die Mitarbeiter/innen des Stargarder Behindertenverbandes e.V. in der Kontakt- und Beratungsstelle im Walkmüllerweg 4a, Tel.: 039603 20452 oder auch an den Allgemeinen Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. Tel.: 0395 3698655.
P. Braun, 18.10.07
Link: http://www.1million4disability.eu/

• Datei: T.persoenlichesBudgetMV.pdf

Stark im Ehrenamt
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde,
zum 3. Mal führt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement seine Aktionswoche in der Zeit vom 14. – 23. September 2007 durch. Mit der heutigen Festveranstaltung in Burg Stargard wollen wir uns an den bundesweiten Aktionen beteiligen und zeigen, dass auch in Burg Stargard ehrenamtliches Engagement gewachsen ist und gleichzeitig den 6. Geburtstag unseres barrierefreien Wohnhauses am Walkmüllerweg 4 feiern. Ich begrüße recht herzlich an dieser Stelle unsere Gäste: Frau Galinski, Frau Altmann, Herrn Lips und Herrn Schmidt.

Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen er für andere eine unschätzbare Hilfe sein kann. Wer sich freiwillig für die Allgemeinheit engagiert, gibt der Gesellschaft ein menschliches Antlitz und er/sie/es macht unser Gemeinwesen lebenswert.
Anliegen der Woche des bürgerschaftlichen Engagement auch in diesem Jahr ist es zu verdeutlichen, dass bürgerschaftliches Engagement den Einzelnen bereichert und die Gesellschaft insgesamt stärkt. Wie in den vorangegangenen Jahren lautet das gemeinsame Motto „Engagement macht stark!“.

Stark machen sich seit Jahren auch die Mitglieder des Stargarder Behindertenverbandes e.V. für eine Kommune Burg Stargard in der alle Menschen, alle Lebensalter und Lebensformen eine gleichberechtigte Lebenschance haben und sich ALLE wohlfühlen können.
Auf diesem langen manchmal auch beschwerlichen Weg begleitet uns unsere liebe Frau Margarete Bergmann schon über 15 Jahre. Nicht nur als langjähriges Mitglied in der Revisionskommission sondern auch als Förderin unseres Vereines und als interessiertes Mitglied nimmt sie an unseren Veranstaltungen teil und fördert nach Kräften die Vereinsarbeit. Sie zeigt uns täglich, dass Mann/Frau bis ins hohe Lebensalter aktiv bleiben kann!
Immerhin ist Frau Bergmann schon 15 Jahre aktives Mitglied im Verein und trotz ihres hohen Alters, von über 90 Jahren, vertritt sie engagiert unsere Interessen in der Stadt und auch auf landesweiten Veranstaltungen. Dafür möchte ich mich heute recht herzlich bei ihr bedanken.
Herr Braun dankt Frau Bergmann für ihr Engagement Foto: K. Köster SBV
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Herr Köster macht sich für eine Stadt ohne Barrieren stark. Foto: K. Köster SBV
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Herr Paul Köster hat die Stadt Burg Stargard in diesem Frühjahr auf Barrieren getestet und festgestellt, das schon einiges erreicht aber auch noch viel getan werden muss. Er hat mit viel Mut und Ausdauer auch die schwierigsten Hindernisse mit seinem Rollstuhl überwunden und damit die Mängel aufgezeigt, die nun zu beseitigen, sich die Verwaltung vorgenommen hat.
Herr Köster hat damit einen ganz wichtigen Beitrag für eine Stadt ohne Barrieren geleistet.
Er hat sich einverstanden erklärt, im eigenen Interesse und für ALLE, die sich als Besucher oder Einwohner in der Stadt aufhalten, am Städtetest als „Testfahrer“ teilzunehmen. Es ist sein Beitrag festzustellen, wo er in Burg Stargard selbstbestimmt handeln kann. Außerdem freut er sich, denen zu danken, die Barrierefreiheit geschaffen haben. Verantwortliche, die das bisher noch nicht erreicht haben, sollen diesen Beitrag als Hilfe annehmen, um "Hürden" zu beseitigen.
In zwei Jahren will er sich wieder aufmachen, um zu prüfen was sich verbessert hat. Für dieses Engagement möchte ich mich heute bei Herrn Köster ganz herzlich bedanken.


Frau Koch macht sich stark für Burg Stargard Foto: K. Köster SBV
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Frau Eleonore Koch kann auf eine 6 jährige Vorstandsarbeit als Schriftführerin im ehrenamtlichen Vorstand zurückblicken.
Als Vorstandsmitglied nahm und nimmt Sie ganz selbstverständlich an der behindertenpolitischen Interessenvertretung und am Vereinsleben teil und ermutigt andere zum Mitmachen.
Als langjähriges Vorstandsmitglied hat Frau Koch an der positiven Entwicklung unseres Vereines einen großen Anteil, sie setzt sich mit viel Engagement für den Verein und unsere Interessenvertretung in der Kommune ein.


Herr Köpnick macht sich seit Jahren stark für den Verein Foto. K. Köster SBV
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Herr Dieter Köpnick macht sich stark für den Verein.
Lieber Dieter, ich weiß große Reden und große Worte sind nicht Deine Stärke. Als mein langjähriger Stellvertreter bringst Du Dich engagiert in die Vereinsarbeit ein und gibst mir seit vielen Jahren die nötige Rückenstärkung.
Vor 17 Jahren gehörtest Du zu den Gründungsmitgliedern des Stargarder Behindertenverbandes e.V. und hast seit dem im ehrenamtlichen Vorstand mitgearbeitet und alle Höhen und Tiefen mitgelebt.    
Am heutigen Tag des Ehrenamtes möchte ich mich bei Dir für Dein bürgerschaftliches Engagement bedanken und Dir viel Gesundheit und Kraft wünschen, damit Du unserem Verein und mir weiter zur Seite stehen kannst.
Die hier heute Genannten zeigen, wie wir uns seit der Wende gemeinsam auf den Weg gemacht haben, um in Burg Stargard an einer Bürgergesellschaft für ALLE zu bauen. Dass wir dabei auch eine ganze Menge in der Stadt bewegen konnten, ist Menschen wie Dir zu verdanken.

Frau Drögmund Mitglied des Stargarder Behindertenverbandes e.V. freut sich mit den Kindern auf die Kutschfahrt
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Das stolze Segelschiff
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Rollisegler am 5. Mai getauft
Heute am Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen taufte Frau Eva Luise Köhler den ersten behinderten- und rollstuhlfahrergerechten Großsegler Deutschlands in Ueckermünde auf den Namen „Wappen von Ueckermünde“.
Es war ein langer schwieriger Weg, bis der Segler im Stadthafen Ueckermünde vor Anker gehen konnte und die Segel setzen, die Leinen lösen und die Anker lichten kann, um an den Küsten von Mecklenburg-Vorpommern in eine Zukunft zu segeln, die allen Menschen mit und ohne Behinderung ganz normal die Teilnahme am Segelsport ermöglichen wird. Insofern sie den Mut und die Ausdauer haben, hart am Wind zu segeln. Horst Gollatz, der Vereinsvorsitzende des -Vereins zur Förderung des ersten behinderten- und rollstuhlfahrergerechten Großsegelschiffes in Deutschland e.V. -, bedankte sich bei allen Sponsoren und Mitstreiter/innen, die sich für das Segelschiff eingesetzt und stark gemacht haben. (http://rollisegler.de)
Der Bundespräsident, Herr Horst Köhler, sah in seiner Begrüßungsrede staatsmännisch die größeren Zusammenhänge:
Wir sitzen alle im selben Boot, diese Botschaft geht von diesem Segler aus und zeigt gleichzeitig, was in der Bundesrepublik möglich ist, um alle Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Gesellschaft mitzunehmen.    
Er drückte seine Freude aus, heute bei den Menschen zu sein, die dies so beharrlich erreicht haben. Auch Mitglieder des Stargarder Behindertenverbandes e.V. waren unter den Gästen und feierten zusammen am Stadthafen dieses wichtige Ereignis.
Aus dem Gedächtnis aufgeschrieben, am 05. Mai 07  
Peter Braun

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Eine Bahn für ALLE!

Die OLA stellt die richtigen Weichen!
Heute am 19.10. sind 22 Mitglieder und Freunde des Allgemeinen Behindertenverbandes e.V. darunter 15 Mitglieder des Stargarder behindertenverbandes e.V. auf der Schiene unterwegs gewesen. Auf Einladung der OLA ( Ostseeland Verkehr GmbH ) fuhren wir von Neubrandenburg nach Güstrow und zurück, um die Niederflurfahrzeuge zu testen.
Herr Bleis, der Geschäftsführer und Herr Hänert, der Leiter des Fahrdienstes haben uns begleitet, um uns zu unterstützen und zu sehen, wie wir im Triebwagen der OLA zurecht kamen.

Alle „Testfahrer“ waren begeistert über den Komfort und den Service.
Es war wirklich ein schönes Erlebnis für mich, nach über 16 Jahren wieder einmal Bahn zu fahren und ohne Stress durch die Herbstlandschaft zu gleiten.
Trotz der vielen Probleme, die noch zu lösen sind, habe ich an diesem Tag Menschen getroffen, die Willens sind, an einer Bahn für ALLE zu bauen. Es ist wirklich an der Zeit, dass die Bundes- und Landespolitik dieses Engagement fördert und die richtigen Weichen stellt.

Um den Zug zu erreichen, mussten die Rollifahrer und Andere erst einmal mit dem Behindertenfahrdienst nach Neubrandenburg fahren. Noch immer müssen Fahrgäste mit Behinderungen über die Gleise geführt werden, um in den Zug zu kommen.
Ab 21.30 Uhr bleibt die Schranke allerdings zu.
Dieses Problem und andere Engpässe auf dem Bahnhof in Neubrandenburg werden wir bei der DB ansprechen.
Auf dem Bahnhof in Güstrow kamen wir dagegen schon gut zurecht.  

Die OLA und der ABiMV e.V. werden gemeinsam die Fahrt auswerten.
Aber schon jetzt wollen wir die Ostseeland Verkehr GmbH ermutigen nicht nach zu lassen, das Projekt „Barrierefreie Bahn“ im Unternehmen umzusetzen und konsequent moderne Niederflurfahrzeuge anzuschaffen.  

Der Allgemeine Behindertenverband in Mecklenburg Vorpommern e.V. wird dem Unternehmen als Gesprächspartner und Partner für Zielvereinbarungsverhandlungen „Barrierefreie Bahn“ in MV gerne zur Verfügung stehen.


P. Braun, 19.10.06



Sehr geehrte Mitglieder und Freunde,

es ist in Mecklenburg-Vorpommern noch immer nicht selbstverständlich, dass Menschen mit Behinderungen öffentliche Verkehrsmittel ohne Behinderungen benutzen können.
Deshalb fordert der Allgemeine Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. von Politik und Verkehrsunternehmen, die Weichen für einen zukunftsfähigen öffentlichen Personenverkehr zu stellen.

Am 19.10.2006 fahren Mitglieder und Freunde unseres Verbandes 11.21 Uhr von Burg Stargard nach Neubrandenburg. Um 11.36 Uhr wird uns die Ostseeland Verkehr GmbH ( OLA ) von Neubrandenburg nach Güstrow bringen wo wir einen Ausflug in das Schloss und die Stadt unternehmen wollen.

Ich freue mich, dass unsere Mitglieder dieses Angebot annehmen und einfach einmal mit der Bahn fahren werden. Ich freue mich auf die modernen Züge der Ostseeland Verkehrs GmbH und werde nach vielen Jahren wieder einmal mit der Bahn fahren.

Eigentlich konnte ich mir ein Leben ohne Bahn gar nicht vorstellen, denn ohne Bahn ging früher gar nichts. Ob ins Kino oder in den Urlaub, ob in die Schule oder zum Studium und später dann zur Arbeit, die Bahn war täglich unverzichtbar.

Heute führt die Bahn und der Bahnhof in Burg Stargard ein Schattendasein obwohl die Bahnstrecke nach der Wende elektrifiziert wurde.
Wir wollen das Unternehmen Bahn wieder stärker ins Bewusstsein rücken und zeigen, dass eine moderne Bahn und ein moderner Bahnhof für uns wichtig und unverzichtbar ist.

Die OLA, als Verkehrsunternehmen, hat in der Vergangenheit bereits in erheblichem Umfang in moderne Niederflurfahrzeuge investiert und die Kundenbetreuung verbessert, um einen fortschrittlichen Schienenpersonennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern für ALLE aufzubauen. Insbesondere im Rahmen des kürzlich in Kraft getretenen  Landesbehindertengleichstellungsgesetzes für MV hat die OLA das Programm „Barrierefreie Bahn“ im Unternehmen aufgelegt.
Diese Aktivitäten werden wir als Mitglieder des Stargarder Behindertenverbandes e.V. mit einer Testfahrt unterstützen.

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde,
am 26. September haben wir den 5. Geburtstag unseres Wohn- und Vereinshauses am Walkmüllerweg 4 gemeinsam in der Begegnungsstätte gefeiert. Als Gäste konnte ich Frau Galinsky, Herrn Schmidt, Frau Schmidt von der NEUWOBA und die Bürgermeisterin begrüßen. Frau Bredemeier hat uns herzliche Grüße überbracht und mit uns zusammen zwei gesellige Stunden verbracht.
Sie will sich nunmehr verstärkt dafür einsetzen, dass der Walkmüllerweg endlich barrierefrei ausgebaut und der kleine Park zugänglich gemacht wird.
Natürlich werden wir die Vorhaben nach Kräften unterstützen und hoffen, dass der barrierefreie Ausbau in Burg Stargard schrittweise voran geht, denn von unserem Ziel - eine Kommune für alle Lebensalter und Lebensformen – zu schaffen, werden wir nicht abrücken.
  
Sicherlich haben Sie alle in der Zeitung gelesen, dass in Neubrandenburg nunmehr der Rotstift regiert und damit die sozialen Projekte kein Geld mehr von der Stadt erhalten sollen.
Viele Vereine in der Stadt stehen damit vor dem Aus und viele Menschen verlieren ihre Arbeit andere verlieren ihren Halt.
Alle verfügbaren Mittel sollen nach dem Willen des Oberbürgermeisters für Investitionen verwendet werden, z.B. für eine Tiefgarage unter dem Marktplatz oder für den Flugplatz in Trollenhagen.
Es ist schon dramatisch was Kommunalpolitiker und Beamte alles Unternehmen, um die sozialen Verhältnisse in der Stadt zu verschärfen.  
Ich schaue deshalb mit Sorge nach Neubrandenburg, weil die Stadt alles was sie in 16 Jahren an vielfältigem soziokulturellem Leben entwickelt hat, in Kürze kaputt spart.
Und dies kann uns ja nicht kalt lassen, denn Neubrandenburg wird nach der Verwaltungs-reform wieder als unsere Große Kreisstadt auch auf unser Verwaltung einwirken.
Vom negativen Beispiel für den Landkreis Mecklenburg-Strelitz und die Stadt Burg Stargard bereits heute einmal abgesehen.

Auf der letzten Landtagssitzung hat das Parlament endlich einem Landesbehindertengleichstellungsgesetz ( LBGG M-V ) zugestimmt. Nach über 4 Jahren intensiver Diskussionen liegt nunmehr ein Landesbehindertengleichstellungsgesetz vor, was meinen Erwartungen an ein demokratisches Gesetz und ein demokratisches Gesetzgebungsverfahren nicht standhält. Unsere Kritikpunkte, welche wir im Beteiligungsverfahren hervorgebracht haben stehen für uns nach wie vor auf der Tagesordnung. Dass wir, der ABiMV e.V., die Umsetzung des LBGG M-V weiterhin kritisch begleiten werden entspricht unserem Selbstwertgefühl eine von Parteien unabhängige Interessenvertretung auch in schwierigen Zeiten zu organisieren und durchzuhalten.

Jedenfalls hat es trotz des neuen Landesbehindertengleichstellungsgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern Behinderungen bei der Wahl gegeben. Kaum zu glauben aber auch ich kam am 17. September nicht in mein Wahllokal.
Die zwei Freitreppen in der Grundschule „Kletterrose“ waren für viele Wählerinnen und Wähler ein echtes Hindernis.
Der Schlüssel für den Seiteneingang musste erst heran geschafft werden und nach zwei Stunden konnte ich über den Sportraum ins Wahllokal.
Neben der zusätzlichen Zeit und Anstrengung hat mich allerdings am meisten geärgert, dass es sogar Wahlhelfer gab die grummelten, Herr Braun sie hätten doch Briefwahl machen können!
Jedenfalls habe ich, wie die meisten unserer Mitglieder, alles versucht an der Wahl teilzunehmen und meine Stimme in die Waagschale zu legen, damit wir in Mecklenburg-Vorpommern eine bessere Regierung bekommen.

Im Verein werden wir auch zukünftig auf die eigenen Kräfte und auf das ehrenamtliche Engagement setzen müssen, für Selbstbestimmung und Würde

Peter Braun, Vorsitzender
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